"Das Lager von Weisel bei Blüchers Rheinübergang" kann als Nachdruck bei der Forschungsgruppe erworben werden. Es sind die Errinnerungen und Berichte von Zeitzeugen, geschrieben im Jahre 1914 von Karl Hahn. Format: DIN-A5 Umfang: 20 Seiten Kosten 4,00 € Anfragen über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Nach erneuter Auswertung der katholischen Kauber Kirchenbücher und aufgrund von HInweisen anderer Forscherinnen und Forscher konnten wir einige Ergänzungen zum Familienbuch Dörscheid vornehmen. Sie sind in dieser PDF-Datei zusammengefasst.
Von manchen Weiselern wissen wir nur, dass sie einfach verschwunden sind, ohne dass Familie und Freunde jemals erfahren haben, was aus ihnen geworden ist.
Sachdienliche Hinweise nehmen wir auch heute noch gerne entgegen, melden Sie sich bitte bei uns: Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Hier ein paar der mysteriösen Fälle:
Bildhauer, Bernhard Geboren in Weisel 1744, ist er angeblich als 14jähriger von preußischen Werbern auf der Viehhut in Weisel entführt worden und dann preußischer Soldat geworden. 1788 will er nach Weisel zurückkommen und sein väterliches Erbe antreten, taucht aber nie auf.
Bildhauer, Margaretha Catharina Geboren in Weisel 1719, verlässt ihren Geburtsort wahrscheinlich nach dem Tod ihrer Mutter 1751, geht laut einem Eintrag im Gerichtsbuch 1752 „in der Fremde herum und ist nicht recht bei Verstand“.
Göttert, Lorenz Geboren in Weisel 1694, verlässt er vor 1724 seine Frau Juliana Catharina Wallmenach und wird „ohne wissentliche Ursache landflüchtig und treulos an ihr“, so dass sie Haus und Hof verkaufen muss, um ihre Schulden zu bezahlen.
Hofmann, Amandus Geboren 1746 in Weisel, verschwindet er spurlos im Jahr 1803. In einem alten Familienverzeichnis hat der Pfarrer zu ihm vermerkt: „der in seinen späteren Jahren tiefsinnig, u. verlor sich plötzlich im Jahr 1803 ohne daß man weiß, wo er hingekommen ist“.
Rensing, Paul 1663-1668 Pfarrer in Weisel, danach in Dörscheid, lässt, nachdem er wegen Verfehlungen aus dem Dienst entlassen worden ist, im Januar 1678 seine Frau und sieben Kinder „im Elend“ zurück und geht „als ein ehrloser Mann wieder ins Papsttum woraus er auch zuvor entsprungen (...). Gott verzeihe ihm diese Sünde, und helf seinem armen Weib und verlassenen kleinen Kindern.“
Arentz, Carl Philipp Der katholische Taglöhner Carl Philipp Arentz aus Lorchhausen heiratet 1836 Maria Anna Ketzer aus Weisel. Später wandert er mit seiner Familie nach Australien aus, eine Tochter heiratet nach Ungarn.
Ringelstein Anton Ringelstein, geboren vor 1634, offenbar ein Flüchtling des 30jährigen Krieges, katholisch, Sohn von Thomas Ringelstein aus Lasserg, heute Ortsteil von Münstermaifeld (damals Münster-Maifeld, Stift Trier), heiratet 1654 in Weisel Äla (Eulalia) Wammeß. Schon wenige Jahre später verzieht die Familie nach Niedergladbach. Anton hatte noch einen Bruder Ambrosius, der 1667 Bürger in Bingen war. Einzelne aus der Familie wandern im 19. Jahrhundert nach Argentinien aus.
Die Ringelstein-Familien haben sich wahrscheinlich nach dem Ringelstein-Hof des Stiftes Maifeld benannt, der seit 1591 erwähnt ist.
Christian Dietrich Steeg und Johann Philipp Tack Im Jahr 1747 wanderten die beiden Familien von Christian Dietrich Steeg und seiner Ehefrau Philippina Henriette Elisabeth und von Johann Philipp Tack und seiner zweiten Ehefrau Margaretha Catharina Hepp von Weisel nach Russland aus - so war unser bisheriger Kenntnisstand.
Über die Jahrhunderte hinweg haben viele Menschen Weisel wieder den Rücken gekehrt und sind woanders hin gezogen. Die meisten sind in der näheren Umgebung geblieben, haben dort geheiratet und neue Familien gegründet. Andere haben als Auswanderer ihr Glück in fernen Ländern oder Kontinenten gesucht.
Wir freuen uns über jeden Hinweis zu Weiselern, die hier geboren sind oder hier gelebt haben, sich aber später woanders niedergelassen haben. Gerne wüssten wir mehr darüber, was aus ihnen und ihren Familien geworden ist!
Wenn Sie Informationen dazu haben, melden Sie sich bitte bei uns. Kontakt:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.